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Zum Ende der Seite springen Schlechte Filme
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chris chris ist männlich
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Schlechte Filme Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Schöner wäre es natürlich über gute Filme zu reden, aber es gibt sie auch, die schlechten Filme, vor deren Konsum gewarnt werden muss Augenzwinkern großes Grinsen

Gestern ist es mir passiert. Auf Drängen ...ähh Empfehlung einer Freundin haben wir dann doch "Das Zeiträtsel" im Kino gesehen. Eigentlich hatte der Filme viele gute Voraussetzungen: Kinderabenteuergeschichte nach einem Roman, Star-Unterstützung mit Reese Witherspoon, Oprah Winfrey oder Chris Pine, ein angemessenes Budget (an SFX hats nicht gemangelt) und als produzierendes Studio: Disney.



Manchmal hilft wohl alles nichts, denn das Endprodukt ist leider etwas sehr zäh ausgefallen. Von den Kinderprotagonisten konnte man sich mit der einen nicht identifizieren und der kleine Bruder war einfach nur gruselig. Am Ende waren wir uns alle einig, dass wir ihn nicht gerettet hätten ...
Der (das?) Star-Power half auch nicht wirklich. Oprah wurde andauernd in glitzernde DragQueen-Kostüme gesteckt ... eigentlich alle weiblichen Stars und ihre Übergröße wirkte sehr befremdlich.
Die Chemie zwischen den Darstellern stimmte nicht ...es enstand erst gar keine und der Story (Vater verschwindet - Außenseiter-Tochter gerät in ein Abenteuer, dass sich zunächst als Suche nach dem Vater und später als Rettungsmission für den Vater entpuppt und ist nach Bestehen Selbstbewusst und alle sind glücklich) konnte man an manchen Stellen irgendwie nicht folgen.
Bleibt anzumerken, dass es im ganzen Film überhaupt gar kein Zeiträtsel gab.
14.04.2018 08:14 chris ist offline Beiträge von chris suchen
bondi bondi ist männlich
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Ich hatte am Rande schon mitbekommen, dass der Film wohl eine große Enttäuschung sein soll. Er wäre aber ohnehin an mir vorbeigegangen. Mein Beileid. Augenzwinkern

Was mich in Bezug auf schlechte Filme mal interessieren würde: Kennt Ihr welche, die Ihr trotzdem liebt, obwohl ihr sie gleichzeitig schlecht findet? großes Grinsen

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14.04.2018 08:46 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
chris chris ist männlich
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Themenstarter Thema begonnen von chris
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Filme schlecht finden und gleichzeitig lieben geht zumindest bei mir nicht, wenn Du aber Filme meinst, die defintiv schlecht sind und gerne geschaut werden, dann fällt mir nur Quatermain ein. Ein billiger Abklatsch von Indiana Jones mit mittelmäßigen Schauspielern und alles etwas holprig in Szene gesetzt. Guck ich aber immer wieder gerne. großes Grinsen
16.04.2018 07:42 chris ist offline Beiträge von chris suchen
bondi bondi ist männlich
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Zitat:
Original von chris
Filme schlecht finden und gleichzeitig lieben geht zumindest bei mir nicht, wenn Du aber Filme meinst, die defintiv schlecht sind und gerne geschaut werden, dann fällt mir nur Quatermain ein. Ein billiger Abklatsch von Indiana Jones mit mittelmäßigen Schauspielern und alles etwas holprig in Szene gesetzt. Guck ich aber immer wieder gerne. großes Grinsen

"Quatermain", daran erinnere ich mich noch, großes Grinsen aber ich weiß gar nicht, ob ich damals überhaupt beide Teile gesehen habe. Ja, genau sowas mein ich.
Es gab in dieser Kategorie noch einen schlechteren, den ich aber wegen einiger erotisch-komödiantischen Einlagen total gern geguckt habe: "Die Abenteuer von Tennessee Buck" oder so ähnlich, von und mit David Keith. Ich glaube, dieses Kinodebut hat ihn damals auch gleich ruiniert, was das Projekt irgendwie zusätzlich interessant macht.

Vor allem sind es wohl Filme, bei denen der Nostalgiefaktor extrem hoch ist, die einen am besten schon als Kind fasziniert haben.
Letztens habe ich mir liebevoll den 71er Schinken "Freibeuter der Meere" restauriert, ein italienischer Piratenfilm mit Terence Hill und Bud Spencer - richtig schlecht. Nicht mal lustig. Aber ist mir völlig egal, die Kostüme, Gesichter und Synchronstimmen faszinieren mich. großes Grinsen ... Ich war noch überglücklich, den Original-Soundtrack dazu gefunden zu haben (ebenfalls sehr mittelmäßig).
Ich weiß noch genau, dass der Film bei uns damals auf Super-8 extrem gekürzt oder sogar nur in Teilen auf dörflichen Veranstaltungen gezeigt wurde.

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16.04.2018 08:44 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
hurleyfan36 hurleyfan36 ist männlich
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„Airport 79 - Die Concorde“. Der letzte Mist, aber wahnsinnig amüsant, wenn es einem gelingt, ihn nicht ernst zu nehmen (genauso wie der Regisseur des Films smile ). Mit Alain Delon und George Kennedy als Flugkapitänen, die ein Zeug verzapfen, man fasst es nicht. Das soll wohl echte Kerle darstellen, wenn sie darüber scherzen, wie sie zu Prostituierten gehen usw.. Augen rollen
Die Concorde weicht unterwegs u.a. Marschflugkörpern aus und liefert sich auch noch so ne Art Luftkampf mit Kampfjets. Daraus resultiert eine der lustigsten Filmszenen überhaupt: Erst sieht man eine alte Dame auf die Flugzeugtoilette gehen, dann beginnt der Angriff der Kampfjets. Die Käptns fliegen mit der Concorde wilde Manöver, unter anderem eine Rolle, und es gelingt ihnen die Jets irgendwie abzuschütteln. Danach kommt die Dame wieder aus dem Klo raus und sagt vollkommen durchnässt und derangiert den für mich klassischen Satz „Der Waschraum ist kaputt“.

Ach nee, war doch nur ein Kampfjet:




Dass das Cockpitfenster geöffnet wird, um mit der Leuchtpistole die Raketen abzulenken, hatte ich völlig vergessen. großes Grinsen

Den kompletten Film gibts auch komplett bei Youtube. Die deutsche Version heisst allerdings „Airport 80“, da hat die Synchronisation wohl doch etwas gedauert. smile

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von hurleyfan36: 17.04.2018 21:34.

17.04.2018 11:22 hurleyfan36 ist offline Beiträge von hurleyfan36 suchen
bondi bondi ist männlich
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Die Szene mit der alten Frau erinnert mich natürlich an die "Airplane"-Parodien von Abrahams/Zucker (dort war es jemand, der sich während einer Notlandung unbedingt rasieren will großes Grinsen ).
Wusste gar nicht, dass die Szene ein so konkretes Vorbild hatte.
Ist aber auch hier wirklich witzig und auch sicher so gewollt oder?
Also eigentlich rettet das die vorangehende Szene, würde ich sagen.

--

Ich hadere gerade mit der Definition, was ein schlechter Film eigentlich ist. Augen rollen
Das ist ja wirklich viel schwerer zu packen, als ich dachte.

Ins Grübeln gebracht hat mich chris' Definitionsversuch und die Tatsache, dass ich einen glasklaren, nervigen Anschlussfehler sehe, wo hurleyfan ganz ungetrübt darüber hinwegschauen kann.
Also ist wirklich alles nur subjektiv? Oder gibt es den schlechten und den guten Film?


Zitat:
Original von chris
Spielfilme sind generell eine geschaffene Illusion, die der Unterhaltung dienen. Film- und Logikfehler sind da meistens inklusive solang das Gesamtkonzept funktioniert. So würde ich das sehen. Dabei sind solche Fehler wahrscheinlich in die Kategorie "handwerkliche Fehler" einzuordnen.

Inwiefern solche Fehler und Ungereimtheiten einem das Filmvergnügen trüben ist eine sehr subjektive Sache und daher schwierig darüber zu streiten, ob sie das Filmerlebnis schlechter oder besser machen. Ich z.B. bin da nicht so aufmerksam und meisten fallen mir Fehler auf anhieb gar nicht so auf. Im Freundeskreis habe ich aber auch Freunde, denen sowas sofort auffällt. So kann es vorkommen, dass z.B bei einem 10 Minütigen Ausschnitt bei dem es tatsächlich handwerkliche Fehler gibt ich denke "wow, fand ich gut", denn mir ist es gar nicht aufgefallen und der Freund zum Ergebnis kommt "naja, das war so lala" und wir haben den gleichen Ausschnitt geguckt.
Beide Wahrnehmungen sind berechtigt


Der letzte Satz hat mich irgendwie überrascht und nachdenklich gemacht.
Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf kann man sich dem Thema "schlechter Film" auf jeden Fall viel besser nähern.

Vor allem ist der Anspruch einer sachlichen Beurteilung verdammt komplex.
Selbst einfache handwerkliche Merkmale sind bei genauerer Betrachtung ein ziemlich vielschichtiges Thema. Wie ist das z.B. mit dem historischen Kontext, mit dem Stand der technischen Möglichkeiten und der Wahrnehmung des zeitgenössischen Publikums? Es kann selbst bei einfachsten Kriterien nicht fair und sachlich sein, die Handwerklichkeit eines Films nur aus der gegenwärtigen Perspektive zu beurteilen. Allein die Sehgewohnheiten des Publikums verändern sich schließlich ständig und bauen aufeinander auf.

Ich bin z.B. jemand, dem es nicht nur Spaß macht, sondern scheinbar auch sehr leicht fällt, mich in den Zeitgeist vergangener Jahrzehnte fallen zu lassen. Jedenfalls wenn es um den Zugang zu Filmen, Erzählungen, Hörspielen, - whatever - geht. Ich kenne aber viele Leute, die alte Filme grundsätzlich schlecht finden, weil ihnen eine andere Machart zugrunde liegt, oder weil man ihre Filmtricks viel leichter durchschaut.

Mir fällt auf, wie wenig ich mich bei dem ganzen Medienangebot der letzten Jahre mit den Kriterien "Bedeutung", "Botschaft", "Moral" beschäftige. Vielleicht weil ich gezielt nach Zerstreuung und Belanglosigkeit suche, vielleicht weil sich solche Statements heute gar nicht mehr so einfach treffen lassen, vielleicht weil ein Ungleichgewicht im Medienangebot herrscht. Kommerz ist eben feige.
Aber Film ist doch eigentlich auch vor allem eine Kunstform und nicht nur Handwerk.
Irgendwie wird in dem mir bekannten Publikum sehr selten danach geschaut, ob ein Film überhaupt etwas zu sagen hat. Und ob er etwas Aufrüttelndes oder Sinnvolles aufzeigt oder berstehende Konventionen durchbrechen will auch nicht. Wichtiger scheint zu sein, dass er einen permanent bei der Stange hält, und sei es mittels filmischer Gimmicks.

Aber das mit den moralischen, philosophischen oder politischen Botschaften ist eben auch nicht so einfach und kein Garant für ein künstlerisch gelungenes Werk. Es stellt sich dabei immer die Frage, ob ein Film mich nur emotional manipulieren und lenken will oder mir Augen und Geist für etwas öffnen will.
Complicated.

--

Als handwerklich schauderhafter Film ist mir noch "Die Zeitmaschine" von 1960 eingefallen. Die Tricks wirkten sicher schon damals teilweise lächerlich und billig (ein eingefügtes Dia für einen Sonnenuntergang hat sich da in meiner Erinnerung festgebrannt s.u.), die Musik ist oft total unpassend usw.
Ich liebe den Film heiß und innig wegen seiner ungewöhnlichen Abenteueratmosphäre und aus nostalgischen Gründen.
Das Anliegen der Romanvorlage hat der Film komplett ignoriert.



Ein Blick in den Sonnenuntergang und schnell rein, bevor sie ganz untergeht. Man achte auf die Schatten, ein generelles Problem in älteren Filmgenerationen, aber hier nun wirklich besonders krass.

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19.04.2018 10:46 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
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