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Zum Ende der Seite springen Gesellschaft ohne Waffen ...
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ruthie ruthie ist weiblich
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Ich glaube nicht dass man da die Gesellschaft in einen Topf werfen kann. Die überwältigende Mehrheit der Amerikaner sind nämlich für strengere Waffengesetze aber die Politiker sind halt von der NRA gekauft. Alle Gesetzesvorschläge scheitern sofort.
Ich bin auch gar nicht für ein komplettes Verbot. Es gibt hier wirklich Gegegnden wo eine Waffe gut ist. Ich war mal in Montana in der Wildnis und hatte dort ein haariges Erlebnis mit einem Bären. Ich glaube für Rancher und so, die halt mitten im Nirgendwo leben, wo es auch für die Polizei teilweise 30 Minuten dauert bis sie da sind wenn man den Notruf wählt, da ist das schon okay und da habe ich auch grundsätzlich nichts gegen Jagdgewehre etc. Aber niemand, absolut niemand braucht eine AR-15. Punkt. Da endet die Debatte einfach. Das ist eine Waffe die fürs Militär gedacht war. Die war nie dafür gedacht in die Hände von Zivilisten zu fallen.
Und da scheitern halt die Politiker. Die Mehrheit der Amerikaner - zumindest laut Statistiken die nach solchen Amokläufen immer wieder aufs Neue veröffentlicht werden - will ein Verbot von solchen Waffen. Aber die Mehrheit des Kongresses ist halt in republikanischer Hand und die sind von der NRA praktisch gekauft.

Wenn ich so was hier sehe kriege ich das kotzen:

http://www.kmov.com/story/37527372/polit...giveaway-raffle

Nach Las Vegas hat auch ein Politiker sog. bump stocks verschenkt (bump stock ist der Aufsatz für halbautomatische Gewehre die sie quasi zu einem vollautomatischen umstellen). Wie ekelhaft ist so was.
17.02.2018 18:35 ruthie ist offline Beiträge von ruthie suchen
ruthie ruthie ist weiblich
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Übrigens ist im Kongress gerade ein Gesetz dass es Leuten mit Waffen aus Staaten wo das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit erlaubt ist, erlauben würde auch in Staaten wo es verboten ist ihre Waffe zu tragen. D.h. jemand aus Texas, der dort seine Waffe verdeckt oder offen tragen darf kann mit seiner Waffe zum Times Square reisen und dort auch die Waffe tragen.
Das sieht dann so aus:

https://www.nytimes.com/2016/01/02/us/ar...rry-status.html
17.02.2018 18:42 ruthie ist offline Beiträge von ruthie suchen
hurleyfan36 hurleyfan36 ist männlich
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Zitat:
Original von ruthie
Ich glaube nicht dass man da die Gesellschaft in einen Topf werfen kann. Die überwältigende Mehrheit der Amerikaner sind nämlich für strengere Waffengesetze aber die Politiker sind halt von der NRA gekauft. Alle Gesetzesvorschläge scheitern sofort.



Die ganze Gesellschaft nicht, aber einen grossen Teil.
Es sind ja auch nicht nur diese andauernden Massaker, sondern auch die sonstigen Todesfälle durch Schusswaffen, da ist die Zahl im Vergleich zu Europa ja auch extrem hoch. Was ja auch vollkommen verständlich ist, wenn jeder soviele Waffen haben darf wie er möchte.
Mit einer Pistole kann man ausserdem doch genauso Menschen umbringen wie mit nem Schnellfeuergewehr. Glaube nicht, dass das wirklich was bringen wird, nur diese abzuschaffen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von hurleyfan36: 17.02.2018 19:04.

17.02.2018 18:59 hurleyfan36 ist offline Beiträge von hurleyfan36 suchen
ruthie ruthie ist weiblich
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Es macht schon einen Unterschied. Töten kannst du so oder so, klar, aber es geht ja um die Schnelligkeit. Je mehr Kugeln man in einer Minute abfeuern kann desto mehr Menschen sterben auch. Dazu kommt dass die Magazine von Gewehren idR mehr Kapazität haben als eine Pistole. Der Typ von Vegas hat ja quasi einen regelrechten Kugelhagel auf die Menschenmenge losgelassen. Von irgendwie 50 Meter Entfernung oder so. Das geht mit einer Pistole nicht.
Ausserdem gab es zu der Zeit wo Amerika ein Verbot dieser Waffen hatte tatsächlich weniger Tote durch Amokläufe (ob die Zahl der Amokläufe an sich weniger war weiss ich nicht).

Ich denke es braucht eine Kombination von verschiedenen Dingen. Es braucht zum einen Mal ein ordentliches Gesundheitssystem damit Menschen mit psychischen Krankheiten die Hilfe bekommen, die sie benötigen. Dann braucht es aber auch ordentliche Background Checks. Im Moment ist es ja in manchen Staaten (nicht alle, aber halt hauptsächtlich Südstaaten) einfacher eine Waffe zu bekommen als einen Führerschein. Das europäische Gerücht dass man einfach in einen Laden spazieren und eine Waffe kaufen kann stimmt aber übrigens nicht, sei mal nur so nebenbei gesagt. Trotzdem ist es viel zu einfach eine Waffe zu bekommen.
Also Gesundheitssystem + Background Checks + Verbot von halbautomatischen Waffen und Ausstattung zur vollautomatischen Waffe. Das wäre glaube ich mal ein Anfang.
Die Waffen komplett aus der Gesellschaft abzuschaffen wird nicht passieren und macht in einem Land wie Amerika halt auch keinen Sinn.
17.02.2018 19:12 ruthie ist offline Beiträge von ruthie suchen
bondi bondi ist männlich
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Sinn würde das schon machen. Nur gehört der Waffenbesitz dort offenbar zum Individualismus, zur persönlichen Ausdrucksmöglichkeit, zum wesentlichen Bestandteil des alltäglichen Sicherheitsgefühls. Das Bewusstsein der amerikanischen Gesellschaft ist diesbezüglich wohl in einer Denkspirale gefangen.
Mit einer Waffe kann sich halt auch der allerschwächste mal durchzusetzen, das ist offenbar sehr verlockend.

Sicherlich gibt es in den USA viele extrem einsame Gegenden und äh ... Bären. Aber die gibt es doch woanders auch?
Was mir da eher einfällt ist, dass es in Amerika erstaunlich viele fünfjährige Kinder gibt, die ausversehen ihre Eltern oder kleinen Geschwister erschießen.

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18.02.2018 10:49 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
chris chris ist männlich
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Ich sehe das ähnlich wie ruthie. Die amerikanische Gesellschaft ist da in der Thematik äußerst gespalten.
Beispielhaft waren Kommentare zu dem Massaker, die ich wo gelesen hatte, während eine Person meinte, man müsse ganz dringend über den Waffenbesitz reden erwiederte eine andere Person, dass es bei dem Vorfall nicht um Waffenbesitz geht, sondern um Einzeltat um eines psychisch Kranken ...
Ein Verbot von Waffen, so schön es auch wäre, kann man als Vision voranstellen, wird aber wohl leider nie Erfüllung gehen.
Wenn man sie dann schon nicht verbieten will, dann muss man smart damit umgehen. Und die Vorschläge, die ruthie aufgezählt hat, können ein Anfang sein.
18.02.2018 13:05 chris ist online Beiträge von chris suchen
bondi bondi ist männlich
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Irritierend dabei ist natürlich, was ich neulich postete: Es werden weniger Waffen gekauft, wenn ein Befürworter wie Trump an der Macht ist. Vielleicht sollte man die Bürger gesetzlich dazu zwingen, mehr Waffen zu kaufen, womöglich erzeugt das ja dann mehr Widerstand.

Nee, im Ernst, ich habe keine Ahnung, was den Amerikanern in dieser Frage wirklich helfen könnte. Kleine Schritte sind sicherlich besser als nichts. Für meine Begriffe ist die ganze amerikanische Gesellschaft in Sachen Privatbewaffnung über viele Jahrzehnte immer tiefer in eine Art Massenpsychose geraten. Zugrunde liegt der Irrglaube, dass Waffen in Privathänden für mehr Freiheit und mehr Sicherheit sorgen und Probleme lösen könnten. Ein Werbeversprechen der Waffenindustrie.

Leider befreit Waffenbesitz ja nicht einmal von Ängsten, eher im Gegenteil.
Dabei gilt doch statistisch die immer gleiche simple Formel: Mehr Waffen in Umlauf = mehr Unfall- und Mordopfer !

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18.02.2018 13:34 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
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