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Zum Ende der Seite springen Golden Globes
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chris chris ist männlich
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Heute Nacht werden die Golden Globes verliehen. Sofern interessant, dass die Auszeichnung als Richtungsweiser für die Oscars gilt und hier auch TV-Serien ausgezeichnet werden.

Die Nomierten findet ihr hier unter diesem Link auf der Homepage der Globes
https://www.goldenglobes.com/winners-nominees/2018/all

Ich glaube, obwohl ich die meisten Filme natürlich mal wieder nicht gesehen habe, dass "Three Billboards Outside Ebbing" die Globes für den besten Film und beste Hauptdarstellerin bekommen werden. Im Bereich Musical/Comedy wird wahrscheinlich "Lady Bird" abräumen. Beste Regie geht an Guillermo Del Toro für "The Shape of Water".
Als bester animierter Film würde ich mir den Preis für "Loving Vincent" wünschen und "Coco" bekommt dann den Oscar.

Im Bereich Serien glaube ich, dass "Handmaid's Tale" abräumen wird. Meine Lieblinge "Stranger Things" und "Game of Thrones" werden wahrscheinlich leer ausgehen. Im Bereich TV-Filme/Mini-Serie hoffe ich, dass Fargo gewinnen wird. Die Leistungen waren echt preisverdächtig.

Für ein Tippspiel könnt ihr euch diese Übersicht als pdf herunterladen und ausdrucken
https://data.nbcstations.com/national/2018/golden-globes/polls/images/globe
-ballot-2018.pdf
07.01.2018 12:31 chris ist offline Beiträge von chris suchen
hurleyfan36 hurleyfan36 ist männlich
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„Master of None“ ist tatsächlich ziemlich gut. Hat jeden Preis verdient. Fargo natürlich auch, David Thewlis vor allem. „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin ist ja auch nominiert, schau einer an...
Der Horrorfilm „Get Out“ ist super, sein Hauptdarsteller Daniel Kaluuya wird aber wohl nicht gewinnen, obwohl er darin grossartig ist, den Globe wird ziemlich sicher James Franco für Disaster Artist bekommen. Das ist ein Film über die Entstehung von „The Room“, einem der besten schlechten Film aller Zeiten (gibts auf Youtube). Bei dem Film ziehts dir echt manchmal die Eingeweide zusammen, so mies ist er. großes Grinsen
Wenn deNiro und Streep nominiert sind, sollten sie automatisch jedesmal gewinnen, finde ich. Augenzwinkern
Die Brille, die Steve Carell da auf dem Foto aufhat, steht ihm wirklich so was von überhaupt nicht. großes Grinsen
07.01.2018 14:31 hurleyfan36 ist offline Beiträge von hurleyfan36 suchen
chris chris ist männlich
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Irgendwie haben den Abend alles was gewonnen, die was gewinnen sollten.
"Big Little Lies" hatte ich so gar nicht auf der Liste und deshlab kamen die zahlreichen Auszeichnungen für mich überraschend.
Der Globe für Ewan McGregor in "Fargo" - Verdient!
Die Preise für "Three Billboards" - Jau!
Regie-Preis für Guillermo Del Toro - Musste sein!
Die Preise für Mrs. Maisel und Handmaid's Tale sind auch in Ordnung.

Leider ging "Get out" leer aus, ebenso Stranger Things.

Die Show ansich war okay, obwohl ich das La La Land-Intro letztes Jahr besser fand, waren die Witze von Seth Meyers doch sehr treffend bis schreiend komisch.

Ein äußerst ungutes Gefühl hatte ich beim Auftritt von Kirk Douglas (muss man so alte Menschen noch auf die Bühne zerren bzw. schieben?) und dass Tonya Harding anwesend war, fand ich auch daneben.

Ansonsten war schwarz die Trendfarbe des Abends und die Schauspieler haben damit ein Zeichen gesetzt.

Insgesamt hatte ich beim Tippspiel dann doch immerhin 14 von 25 Kategorien richtig vorhergesagt.
08.01.2018 19:36 chris ist offline Beiträge von chris suchen
bondi bondi ist männlich
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Sehr interessant, danke für den Überblick. Ich hatte nur von "Aus dem Nichts" gehört, wobei der Film gar nicht so doll sein soll. Wofür haben die Darsteller mit schwarz denn ein Zeichen gesetzt?

Oh, Kirk Douglas lebt immer noch?
Ewan McGregor in "Fargo" war echt noch 2017? Kommt mir schon wieder so lange her vor. Aber klasse!

Zitat:
Die Show ansich war okay, obwohl ich das La La Land-Intro letztes Jahr besser fand, waren die Witze von Seth Meyers doch sehr treffend bis schreiend komisch.

Apropos: Hattet Ihr "LalaLand" eigentlich gesehen? Ich fand die Musik unglaublich flach und erschreckend langweilig. Aber abgesehen davon hatte der Film für mich einen ganz guten Moment. Letztlich rätsele ich allerdings über den Hype.




Ich finde, er gibt die derzeit verrückte Situation in Hollywood ganz gut wieder. Das Lachen bleibt einem manchmal im Halse stecken, weil der Hintergrund eigentlich so gar nicht lustig ist.

Leider kenne ich wiedermal verdammt wenig von allen nominierten Serien und Filmen. Aber ich nehme das als Tipps, wie üblich. großes Grinsen

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09.01.2018 08:21 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
ruthie ruthie ist weiblich
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Zitat:
Original von bondi
Wofür haben die Darsteller mit schwarz denn ein Zeichen gesetzt?



Schwarz war zum Support der MeToo und TimesUp Bewegungen.

Zitat:

Apropos: Hattet Ihr "LalaLand" eigentlich gesehen? Ich fand die Musik unglaublich flach und erschreckend langweilig. Aber abgesehen davon hatte der Film für mich einen ganz guten Moment. Letztlich rätsele ich allerdings über den Hype.


Ich fand den auch nicht so toll. Filmisch schön aber sonst..na ja.

Ich fand die Show ganz gut. Oprah's Rede war natürlich Hammer. Seth Meyers hat alles angesprochen was angesprochen werden musste ohne vor gewissen Themen zurück zu scheuen. Ich hab aber leider viele von den Filmen auch noch nicht gesehen. Ich fange jetzt mal an Big Little Lies zu gucken.
09.01.2018 15:51 ruthie ist offline Beiträge von ruthie suchen
bondi bondi ist männlich
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Wie wirkte denn das "MeToo" und "TimesUp" auf Euch bei dieser Veranstaltung? Ich verfolge die Fortschritte und Diskussionen in den USA darüber nicht so. Oprahs Rede wird ja scheinbar extrem gehypt. Ist das gerechtfertigt?

Wenn ich da jetzt so reinstolpere muss ich sagen, dass mir fast ein bisschen mulmig wird, wenn angesichts dieser Kampagne offenbar ein filmreifes Hochgefühl entsteht, als ob man plötzlich das Böse in der Welt benennen und für alle Zeiten beseitigen könnte. Vielleicht doch etwas naiv? Und mein Eindruck mag falsch sein, aber für mich fühlt sich das Phänomen oft an, als würde jetzt quasi aus vollem Herzen zurückdiskriminiert. Nicht der Machtmissbrauch ist der Feind, sondern weiße Männer mit Einfluss.
Natürlich alles sehr emotional. Aber hat Oprahs Rede denn wirklich Substanz? Ein Vergewaltigungsfall von 1944 als Beispiel für die MeToo-Revolution? ...
Sorry, ich stolpere wie gesagt gerade erst in das Thema rein und bin nicht auf dem Laufenden.

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09.01.2018 23:09 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
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Zitat:
Original von bondi
Wie wirkte denn das "MeToo" und "TimesUp" auf Euch bei dieser Veranstaltung? Ich verfolge die Fortschritte und Diskussionen in den USA darüber nicht so. Oprahs Rede wird ja scheinbar extrem gehypt. Ist das gerechtfertigt?


Ich fand ihre Rede war unglaublich gut. Aber ich finde es bescheuert wenn Leute dann erntshaft mit Oprah 2020 ankommen. So toll sie ist, das letzte was wir brauchen ist noch einen Präsidenten aus dem Entertainment Bereich ohne politische Erfahrung.
Ich fands gut dass einige Schauspielerinnen als Gast eine Aktivistin mitgebracht hatten. Toll hätte ich's gefunden wenn die auch bisschen mehr zu Wort gekommen wären auf dem roten Teppich. So hatte es ein bisschen den bitteren Nachgeschmack dass sie nur zur Schau dargestellt werden damit sich Hollywood jetzt kollektiv etwas besser fühlen kann.


Wenn du den Eindruck hast, dass jetzt zurückdiskriminiert wird dann glaube ich liegt das eher bei dir. Es gibt halt jetzt Veränderungen. Das ist immer etwas unangenehm aber ich würde jetzt echt nicht von zurückdiskriminieren reden. aber ich finde das GG Thema jetzt auch nicht der richtige Ort um wieder irgendwelche Debatten zu führen. Ich kann das sowieso nicht beantworten weil ich's aus der Rolle der Frau sehe. Das müssen die restlichen Männer hier beantworten ob sie den Eindruck haben dass zurückdiskriminiert wurde oder wird.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von ruthie: 10.01.2018 00:08.

10.01.2018 00:05 ruthie ist offline Beiträge von ruthie suchen
bondi bondi ist männlich
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Ja, die Frage ging auch in die Runde der Golden-Globe-Gucker hier.
Ob solche Preisverleihungen etwas mit MeToo zu tun haben oder haben sollten, ist ja grad die Frage. Die GG-Rede scheint eben ziemlich viel Wirbel zu machen und wird als Hightlight des ganzen Abends wahrgenommen. Oder täuscht das?

Welche Veränderungen gibt es denn jetzt eigentlich? Ist da was bekannt?
Ist Oprah inzwischen die Sprecherin dieser Bewegung?

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10.01.2018 00:39 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
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Zitat:
Original von bondi
Ja, die Frage ging auch in die Runde der Golden-Globe-Gucker hier.
Ob solche Preisverleihungen etwas mit MeToo zu tun haben oder haben sollten, ist ja grad die Frage. Die GG-Rede scheint eben ziemlich viel Wirbel zu machen und wird als Hightlight des ganzen Abends wahrgenommen. Oder täuscht das?

Welche Veränderungen gibt es denn jetzt eigentlich? Ist da was bekannt?
Ist Oprah inzwischen die Sprecherin dieser Bewegung?


Ne das glaube ich nicht. Aber sie hat halt den Lifetime Achievement Award bekommen und diese Rede genutzt um das brandaktuellste Thema in Hollywood anzusprechen. Ich glaube das meiste von den Rauswürfen oder Aufdeckungen habt ihr in D gar nicht mitbekommen. Weinstein und Spacey waren vielleicht die international bekanntesten aber es ging ja hiel noch viel weiter. Z.b. sind Matt Lauer und Charlie Rose hierzulande zwei Ikonen des Talkshow Formats gewesen bis auch zu ihnen im November und Dezember einiges aufgedeckt wurde. Oder mal abgesehen von sexueller Belästigung gibt es ja immernoch das Thema dass viele Frauen immer noch weit weniger bezahlt bekommen als ihre männlichen Co-Stars. Beispielsweise hat die Co-Moderatorin von Entertainment Tonight (die machen hier diese ganzen Stars Sendungen, wie Berichterstattung vom roten Teppich) im Dezember gekündigt weil sie herausgefunden hat dass ihr männlicher Co-Moderator das doppelte verdient.
Oder dass nur bei 4% der Blockbuster letztes Jahr Frauen Regie geführt haben. Talentierte weibliche Regisseurinnen würde es an sich genug geben.
Um diese Themen geht es ja. Das fing ja schon vor einigen Jahren mit "ask her more" an, wo es darum ging dass Frauen auf dem roten Teppich nicht nach ihren Rollen sondern nach dem was sie anhaben gefragt wurden. Das fiel dieses Jahr, dadurch dass eben alle auch schwarz trugen relativ komplett weg.

Ich habe schon den Eindruck dass es Veränderungen gibt. Ich finde man merkt sowohl bei den Frauen als auch bei manchen Männern dass die Scheu vor der direkten Ansprache der Thematik grösstenteils weg ist. Klar führt das zu unangenehmen Momenten, wie auch in Seth's Monolog aber ich glaube diese unangenehmen Momente braucht es einfach.

Trotzdem gibt es bei den GGs auch einiges zu kritisieren. Irgendwie fühlte es sich manchmal schon sehr an als klopfe man sich selbst auf die Schulter, wie toll man doch ist, dass man jetzt solidarisch nebeneinander steht. Dass aber 30 Jahre lang alle von Weinstein wussten und grösstenteils geschwiegen haben, das hat eigentlich ausser Laura Dern niemand angesprochen. Oder wenn Reese Witherspoon - ich mag sie ja eigentlich sehr gerne - so was sagt wie "you will no longer be silenced, we will tell your stories." Nein, da hat sie einfach etwas nicht begriffen. Es geht nicht darum dass Opfer jemanden brauchen der für sie redet. Es geht darum dass man den Opfern (ist ein blödes Wort, Opfer, aber mir fällt grad nix anderes ein) die Chance gibt für sich selbst zu reden und ihnen zuhört. Solch eine, wie es hier heisst, tone deafness, finde ich mühsam, ist man aber mittlerweile von Hollywood gewöhnt.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von ruthie: 10.01.2018 01:53.

10.01.2018 01:47 ruthie ist offline Beiträge von ruthie suchen
bondi bondi ist männlich
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Das mit der schlechteren Bezahlung finde ich eindeutig. Da kann auch niemand drum herum argumentieren, es macht keinen Sinn. Ein gesellschaftlicher Missstand, den Männer allerdings nicht kampflos aufgeben werden. So wie Reiche nicht automatisch lieber abgeben als Arme.

Bei der Frauenquote in Sachen Regie müsste man mal wissen, wie viele Frauen diesen Weg überhaupt eingeschlagen haben. Spiegeln die 4% den tatsächlichen Anteil nun wieder oder nicht?
Ich finde Hollywoods Filme haben vor allem künstlerische Probleme. Der mutierende Blockbuster ist an sich schon ein Missstand, weil er quasi in erster Linie ein Geschäft darstellt und mit Kunst kaum noch was zu tun hat.
Dass Frauen auch gern fette Geschäfte machen wollen, genau wie Männer ist sicher nicht die Lichtseite der Emanzipation. Auch wenn Oprah genau dafür die Gallionsfigur sein könnte. Bei dieser Art von Macht bleibt doch immer etwas oder jemand auf der Strecke.



Und diese Leute, Matt Lauer und Charlie Rose sind genau wie Weinstein und Spacey justizfrei den Bach runtergegangen? Das mögen üble Burschen sein, aber was für ein neuer Weg soll das werden? Irgendwann ist nur noch die Frage, wer jetzt wen beschuldigt, erpresst oder ausbeutet, ohne dass die Rechtsprechung überhaupt zum Zuge kommt.

Die Macht korrumpiert nicht nur Männer, sondern selbstverständlich auch Frauen (mir fällt da z.B. grad der deutsche Skandal um die Vergabe von Drehbuchaufträgen für WDR/MDR vor ein paar Jahren ein). Und es ist ja auch nicht so, dass Frauen ihre klassische Waffe nicht auch bewusst und gezielt einsetzen würden, um etwas zu erreichen. Sowohl im Privatleben als auch im Berufsleben. Kann man das bei dem ganzen Thema ausklammern? Einer ist immer schwächer und einer stärker in solchen Situationen. Und in unserer Kultur haben bei Affairen nicht selten die Frauen die Kontrolle. Und sie haben auch Macht, die sie benutzen, z.B. in der Familie.
Ob dabei ein gesetzliches Unrecht vorliegt, müssen doch aber Richter entscheiden, und nicht eine emotionalisierte Menschenmenge. Selbst wenn ein Verbrechen wie Nötigung oder Vergewaltigung vorliegt.

Ein Krieg der Geschlechter geht ganz sicher am wirklichen Problem vorbei, das dürfen sich alle klarmachen. Das ist kontraproduktiv, wenn man ernsthaft etwas erreichen will.
Ich habe sogar Zweifel, dass eine Geschlechterquote oder eine "Rassenquote"(?) oder "Schwulen+Lesben+Gender"-Quote der Kunst gut tut. Ich hab ja jetzt schon oft das Gefühl, dass bestimmte Film- oder Seriencharaktere aus solchen Gründen eingeführt werden, ohne dass sie dafür aber die passende Geschichte bekommen. Man merkt meistens, wenn Charaktere nicht aus sich heraus entwickelt werden, sondern nur bestimmte Vorgaben erfüllen.

Und ich finde, dass das (berechtigte) Thema vieles andere zur Zeit auch wirklich überschattet. Filme und Serien sollten aber nicht unnötig politisiert werden, sie werden dann nur immer unehrlicher, weil funktionaler.

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10.01.2018 09:16 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
bondi bondi ist männlich
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Manche Regisseure arbeiten ja z.B. gerne mit einem mehr oder weniger festen Ensemble zusammen. Wie z.B. Christopher Nolan, der oft dieselben Schauspieler für seine Projekte wiederbeschäftigt. Eine große Ungerechtigkeit, ganz sicher. Aber soll man sowas z.B. verbieten?

Warum wer eine Rolle oder einen Job bekommt, hängt doch eigentlich immer auch von persönlichen Meinungen, Einschätzungen, Sympathien oder Antipathien ab. Vitamin B usw. Die einen möchten lieber mit Menschen zusammenarbeiten, die sich gut führen lassen, die anderen wollen, dass der Künstler seine eigene Kreativität entfaltet. Wie soll man das alles regulieren? Und wäre das wirklich gut?
Ungleichheit ist ja auch ein Motor, gerade in der Kunst. Es braucht Spannungen, Dominanz, Führung, Fügung, damit die entsprechende Dynamik zustande kommt, aus der etwas Neues und Interessantes entstehen kann.

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10.01.2018 12:19 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
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Und diese Leute, Matt Lauer und Charlie Rose sind genau wie Weinstein und Spacey justizfrei den Bach runtergegangen? Das mögen üble Burschen sein, aber was für ein neuer Weg soll das werden? Irgendwann ist nur noch die Frage, wer jetzt wen beschuldigt, erpresst oder ausbeutet, ohne dass die Rechtsprechung überhaupt zum Zuge kommt.


In beiden Fällen gab es von den jeweiligen Sendern interne Untersuchungen bevor das ans Tageslicht kam.

Ich geh jetzt auf den Rest nicht mehr ein. Hab keine Lust dieselbe Diskussion wieder und wieder zu führen. Ich finde auch nicht dass es zu irgendwas führt ehrlich gesagt.

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10.01.2018 15:37 ruthie ist offline Beiträge von ruthie suchen
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Ja, mich nervt das Thema auch. Aber es steckt zur Zeit echt überall. Nicht mal nach den Golden Globes kann man googeln.
Nicht mal seine Serie zuende gucken oder eine Filmkritik lesen.
Ich bin halt jemand, der sich schnell verpflichtet fühlt, zu so einem Problemthema Position zu beziehen, obwohl ich weder Opfer noch Täter bin. Für ein "mir-doch-egal" ist es dann wieder zu wichtig, denke ich mir. Vor allem wenn in großem Stil neue Prinzipien dazu hergeleitet und umgesetzt werden. Und offenbar ist es doch gerade erwünscht, dass man sich möglichst den ganzen Tag damit beschäftigt.

Ich ertappe mich schon dabei, dass ich vorgestresst auf den ersten Animationsfilm mit weiblichen Minions warte.
Und natürlich mit bunten.
EDIT: Dabei mag ich definitiv gute weibliche Filmcharaktere, -Autoren oder -Regisseure. Schon immer (sofern ich überhaupt auf's Geschlecht achte). Aber sehr störend finde ich, wenn man wirklich anfängt, alles nur noch mit dem Kontrollblick der Gleichberechtigung zu betrachten. Irgendwann wird man als Zuschauer voreingenommen über die politischen Motive hinter jedem Film. Es sollte immer darum gehen, authentische Geschichten zu erzählen und darin stimmige Charaktere zu entwickeln. Das muss doch die Prämisse sein, andernfalls wird es sowas wie ein Propagandafilm.

Über farbige Regisseure und Produzenten in Hollywood weiß ich recht wenig, aber ich kann mir denken, dass es da ein noch viel massiveres Beschäftigungsgefälle gibt, als bei Frauen. Andererseits bräuchte man doch nur die internationale Filmbranche etwas höher halten und wichtiger nehmen als die Geldmaschine Hollywood. Denn natürlich gibt es etliche gute Filmemacher mit anderer Hautfarbe in anderen Ländern. Dort kämpfen auch nicht weiße oder schwarze um eine Rassenquote oder sowas. Und überhaupt: seit wann können Schwarze nur zu eine(r)m Schwarzen aufsehen, wenn er/sie von Weißen anerkannt und beklatscht wird? Das finde ich etwas seltsam dargestellt in Oprahs Rede.

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10.01.2018 17:07 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
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