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Zum Ende der Seite springen House of Abuse - Welle von Missbrauchsvorwürfen in Politik und Filmbranche
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hurleyfan36 hurleyfan36 ist männlich
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Das ist natürlich schon ein uraltes Forschungsergebnis, in siebzig Jahren kann sich da ja jede Menge ändern. Ausserdem Wikipedia. Wie hoch da wirklich die Relevanz ist, ist auch nicht klar.
13.11.2017 13:25 hurleyfan36 ist offline Beiträge von hurleyfan36 suchen
bondi bondi ist männlich
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Stimmt natürlich, aber es ist ein Gedankenantoss, auf den ich nicht so wirklich gekommen wäre. Dass sich die Benimmgewohnheiten in USA womöglich etwas anders entfalten, als in Deutschland, würde ja schon ein bisschen was erklären. Ich werd mal meine Augen nach Erkenntnissen in dieser Richtung offen halten.

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13.11.2017 22:58 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
bondi bondi ist männlich
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Also wie mans auch dreht und wendet, ich habe das starke Gefühl, dass man weder das Flirt-Problem noch die Belästigungsfälle und den Machtmissbrauch mit einer Geschlechter- oder Herkunftsdebatte erfassen oder bekämpfen kann. Man kann den kulturellen Hintergrund von Personen heranziehen, um ihre Sichtweise besser zu verstehen, aber man kommt ganz schnell vom Wege ab, wenn man dabei nicht bei der individuellen Betrachtung bleibt.

Mein dürftiger Erkenntnisstatus: Es geht um grundlegende Missverständnisse im Umgang miteinander und um die allgegenwärtige Lust an der Macht über andere. Das Spiel mit den Grenzüberschreitungen wird es wohl immer geben und deshalb auch immer wieder Vorfälle, wo es schief läuft und sich jemand belästigt oder bedrängt fühlt. Was man beurteilen kann sind aber letztlich nur die Einzelfälle, in denen der Grad der Rücksichtslosigkeit konkret sichtbar wird.
Das Ganze zu pauschalisieren und z.B. in neue Gesetze oder Allgemeinaussagen zu zwängen dürfte nicht gut funktionieren. Die Gesetze sind in der westlichen Welt alle schon da.
Fortschritte werden aber in Sachen Verständnis (Empathie), Zivilcourage und öffentlicher Umgang benötigt. Es macht z.B. keinen Sinn, dass man eine Person oder eine ganze Personengruppe, der man Diskriminierung unterstellt, sozusagen zurückdiskriminiert und mit eigenen Vorurteilen brandmarkt.
Sinn macht es hingegen, dafür zu kämpfen, dass solche Fälle und Missstände juristisch geahndet werden können.

Das mit der allgegenwärtigen Angst vor Übergriffen führt in die übliche Abwägung der öffentlichen Sicherheitsmaßnahmen. Gegenwart von Polizisten, Videoüberwachung usw.

Apropos - grad mal so'ne Spontan-Idee dazu: warum gibt es z.B. nicht so ein behördliches Notruf-Videoportal, an das Belästigungsopfer blitzschnell Live-Kamerabilder hochladen können? Das Material dürfte von befugten Bearbeitern nur gesichtet werden, wenn später eine Anzeige oder ein Vorfall dazu erfolgt ist.
Das könnte für Prävention sorgen, wenn jeder kriminell orientierte Bürger wüßte, dass sein Gesicht (bei einem bestimmten Erkennungssignal) online erfasst ist. Bei aller Entschlossenheit oder Wut eines Täters dürfte das vielleicht trotzdem für entsprechende Akutabschreckung sorgen ... Und Handy klauen oder zerstören bringt dann auch nix mehr.

Wahrscheinlich am Ende trotzdem wieder ein Schritt hin zum Überwachungsstaat. Missbrauch ziviler Bodycams etc. ...

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15.11.2017 10:08 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
hurleyfan36 hurleyfan36 ist männlich
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Bis vor kurzem hätte ich nie gedacht, dass die Zahl der Vergewaltigungen an Männern und Frauen auch nur annähernd gleich sein könnte, ich hätte da die Zahl der sexuellen Gewalt an Frauen weitaus höher eingeschätzt.

Aber dann habe ich doch einige Artikel wie den folgenden gefunden:

https://www.heise.de/tp/features/Sexuelle-Gewalt-Neue-Studien-belegen-gerin
ge-Unterschiede-zwischen-maennlichen-und-weiblichen-Opfern-3347411.html


Sind das nun Fake News? Es entspricht jedenfalls absolut nicht der vorherrschenden Meinung in der Bevölkerung würde ich sagen.

Was mich in diesem Zusammenhang noch interessieren würde: Was sind die häufigsten Missbrauchsmethoden was sexuelle Gewalt an Männern angeht?

Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von hurleyfan36: 15.11.2017 16:07.

15.11.2017 14:45 hurleyfan36 ist offline Beiträge von hurleyfan36 suchen
ruthie ruthie ist weiblich
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Also dass besonders die Dunkelziffer bei Männern noch grösser ist kann ich mir sehr gut vorstellen.
Ich muss aber ehrlich gestehen dass ich heise in der Regel nicht traue. Ich hab da schon öfter etwas dubiose Aussagen gesehen. Das heisst jetzt nicht dass ich finde das es Fake News ist. Ich bin mir sicher dass die Zahl bei den Männern sehr viel höher ist als man in der Gesellschaft denkt. Aber ich traue heise einfach leider nicht so sehr wenn es um Studien geht.
15.11.2017 18:44 ruthie ist offline Beiträge von ruthie suchen
bondi bondi ist männlich
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Ich traue diesem Artikel auch nicht so recht. Aber der Punkt ist doch, dass es egal ist. Warum soll man sexuelle Gewalt an den einen Opfern überhaupt gegen die sexuellen Gewalt an den anderen Opfern abwägen?
Geht es um eine Rechtfertigung um pauschalisieren zu können? Braucht man doch gar nicht.
"Kalter Krieg der Geschlechter" finde ich eine sehr gute Metapher.

Gewalt oder Machtmissbrauch entsteht meiner Überzeugung nach überall da, wo er möglich ist, d.h. wo jemand stärker ist oder in einer dominanten Position. Und dann kann es jede Art von Täter sein. Besonders hilflos sind z.B. oft alte Menschen.


Zitat:
Original von hurleyfan36
Was mich in diesem Zusammenhang noch interessieren würde: Was sind die häufigsten Missbrauchsmethoden was sexuelle Gewalt an Männern angeht?

Das frage ich mich auch. Aber ich weiß nicht recht, ob ich in diesen Abgrund überhaupt hinabsteigen will. Müsste man wahrscheinlich, um konkrete Dinge beurteilen zu können. Mir reicht zur Zeit einfach, dass es sich um körperliche Gewalt handelt, um Demütigung, Verletzung. Ob sie immer sexuell motiviert ist, finde ich gar nicht so entscheidend, glaub ich.

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16.11.2017 09:30 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
hurleyfan36 hurleyfan36 ist männlich
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Zitat:
Original von bondi
Ich traue diesem Artikel auch nicht so recht. Aber der Punkt ist doch, dass es egal ist. Warum soll man sexuelle Gewalt an den einen Opfern überhaupt gegen die sexuellen Gewalt an den anderen Opfern abwägen?
Geht es um eine Rechtfertigung um pauschalisieren zu können? Braucht man doch gar nicht.


Es geht hier doch darum, dass es allgemein in Politik und Öffentlichkeit so dargestellt wird, als seien nur Frauen von sexueller Gewalt betroffen und dass das grundsätzlich nicht stimmt. Was soll das dann mit Pauschalisierung zu tun haben? Eher genau im Gegenteil würde ich mal sagen. Wie sollte das, wenn alle Geschlechter davon betroffen sind, eine Pauschalisierung sein?

Aber man wird ja wohl als Frau trotzdem zum Ausdruck bringen dürfen, wenn man sich grundsätzlich unwohl fühlt angesichts eines weitverbreiteten als sexistisch wahrgenommenen Verhaltens von Männern in der Öffentlichkeit. Oder ist das für dich schon Pauschalisierung? Es ist wie es ist würde ich in dem Fall sagen.

Bei der Frage nach den Missbrauchsmethoden denke ich auch daran, dass in der Öffentlichkeit Vergewaltigung oft nur mit erzwungener genitaler Penetration durch Männer gleichgesetzt wird. Dem sollte eben etwas entgegengesetzt (oder hinzugefügt) werden, finde ich.

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von hurleyfan36: 16.11.2017 16:50.

16.11.2017 14:16 hurleyfan36 ist offline Beiträge von hurleyfan36 suchen
bondi bondi ist männlich
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Zitat:
Original von hurleyfan36
Zitat:
Original von bondi
Ich traue diesem Artikel auch nicht so recht. Aber der Punkt ist doch, dass es egal ist. Warum soll man sexuelle Gewalt an den einen Opfern überhaupt gegen die sexuellen Gewalt an den anderen Opfern abwägen?
Geht es um eine Rechtfertigung um pauschalisieren zu können? Braucht man doch gar nicht.

Es geht hier doch darum, dass es allgemein in Politik und Öffentlichkeit so dargestellt wird, als seien nur Frauen von sexueller Gewalt betroffen und dass das grundsätzlich nicht stimmt. Was soll das dann mit Pauschalisierung zu tun haben? Eher genau im Gegenteil würde ich mal sagen. Wie sollte das, wenn alle Geschlechter davon betroffen sind, eine Pauschalisierung sein?

Naja, weil es doch scheinbar so wichtig ist, welche "Gruppe" die meisten Opfer hat. Das Problem mit dem Artikel ist, dass wenn er NICHT stimmt, er das alte Klischee um so mehr verstärkt. Man weiß doch schon lange, dass es viele männliche Opfer gibt und eben nicht nur Kinder. Und dass es viele GewalttäterINNEN gibt, und zwar auch bei körperlicher Gewalt. Ob sie nun 15% oder 40% ausmachen, sollte vielleicht gar nicht so stark fokussiert werden.
Aber eben auch nicht das ganze Thema auf ein Mann-böse/Frau-gut-Tenor reduzieren.


Zitat:
Original von hurleyfan36Aber man wird ja wohl als Frau trotzdem zum Ausdruck bringen dürfen, wenn man sich grundsätzlich unwohl fühlt angesichts eines weitverbreiteten als sexistisch wahrgenommenen Verhaltens von Männern in der Öffentlichkeit.

Na klar darf man das. Sogar ganz ohne den Sexismus ins Spiel zu bringen.
Die meisten Männer machen sich z.B. nicht bewusst, dass es aus Sicht einer Frau ganz schrecklich ist, wenn ein Mann in einer einsamen Straße hinter ihr hinterhergeht. Der Mann denkt sich nichts dabei, weil es eben nur Zufall ist. Aber woher soll die Frau das wissen?
Also ist es rücksichtsvoll, wenn man als Mann in so einer Situation einfach frühzeitig die Straßenseite wechselt, um die Verfolgungssituation unmissverständlich aufzulösen. Kostet ja nichts.

Aber da ist kein Sexismus im Spiel oder sonst irgendwas. Der Mann wird quasi instinktiv als möglicher Gewalttäter eingestuft, obwohl nichts an seinem Verhalten strafbar oder unangemessen wäre. Darum ist es besonders wichtig, dass so etwas kommuniziert wird.

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16.11.2017 18:56 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
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Zitat:
Original von bondi
Man weiß doch schon lange, dass es viele männliche Opfer gibt und eben nicht nur Kinder. Und dass es viele GewalttäterINNEN gibt, und zwar auch bei körperlicher Gewalt.


Ich glaube überhaupt nicht, dass das die breite Öffentlichkeit so sieht, geschweige denn weiß.
16.11.2017 19:29 hurleyfan36 ist offline Beiträge von hurleyfan36 suchen
bondi bondi ist männlich
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Ja, wahrscheinlich hast Du recht. Ich meinte da wohl mehr die Fachleute.


P.S.: Trotzdem wär ich nach Möglichkeit doch gern unabhängiger von irgendwelchen so oder so auslegbaren Statistiken oder Studien, wenn ich eine Grundhaltung zu dem Thema entwickeln will. Bei Studien gibt's immer so viele vage Detailentscheidungen, die das Ergebnis dann wieder entwerten oder umdrehen können. Alles jeweils mit dem Anspruch, die wissenschaftliche Wahrheit der Stunde zu enthüllen. Dann kommt mal butz eine neue Studie und wieder geistern sämtliche neue Schlussfolgerungen und Spekulationen durch die Lande ... Dabei entstehen meistens ganz oberflächliche Scheinantworten, da wird man wahnsinnig.
Und lustigerweise kann man tiefsitzende Überzeugungen mit wissenschaftlichen Argumenten eh nur ganz schwer ankratzten. Vielleicht funktioniert's mit praktischen Argumenten besser?

Nehmen wir doch nochmal das Problem mit dem Hinterherlaufen. Welche Grundhaltung beim Hinweisen auf dieses Problem würde mehr Männer veranlassen, auf die Frauen Rücksicht zu nehmen? (Denn darum geht's doch eigentlich?)
Der Vorwurf? Die Unterstellung? Die Verallgemeinerung? Sicher nicht.
Da wäre es doch so oder so besser, einen Ton zu finden, der das Problem nicht auf Geschlechtereigenschaften reduziert.

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16.11.2017 21:06 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
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