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Zum Ende der Seite springen Blade Runner 2049
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bondi bondi ist männlich
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Hmm ...
Ich hab das Gefühl, dass ich den Film (oder beide) wirklich nochmal schauen muss, denn ich bekomme diesen Aspekt noch gar nicht wirklich auf die Reihe. Ich hatte es im zweiten jetzt so verstanden, dass viele Menschen tatsächlich zu den außerirdischen Kolonien aufgebrochen sind und vielleicht nur diejenigen zurückblieben, die zu arm oder zu krank waren oder sich auf der Erde etwas aufgebaut haben. Das wird nie gezeigt, aber Ana Stelline deutet doch sowas an und es steht etwas darüber im Intro, glaub ich.

Ansonsten kann die Welt von Joe und Deckard eigentlich nur einen kleinen Aspekt des Lebens auf der Erde zeigen. Die Lebensweise eines einsamen Killers bzw. Polizisten eben, sonst hieße der Film ja auch nicht BladeRunner. Aber wie die Existenz von Lieutenant Joshi zeigt, gibt es ja scheinbar auch Frauen mit ganz normalen Karrieren, so muss es eigentlich auch normale Familien geben.
Die Bild- und Tongewalt des Films stellt diese Fragen aber irgendwie in den Hintergrund. Und es würde fürs Publikum wahrscheinlich echt übel ausgehen, wenn man diese Aspekte in einem BladeRunner-Film ausführlich beleuchten würde.
Aber wer weiß - sollte es nicht sogar eine BladeRunner-TV-Serie geben?

Die Kinofilme sollen jedenfalls stilistisch immer ein Crime Noir sein, wenn auch in futuristischem Gewand. Und dieses Genre stach ja noch nie durch seine Realitätsnähe hervor, sondern fasziniert durch konsequent düstere, depressive Stimmungen, eine unbarmherzige Welt und den verlorenen Detektiv, der es darin mit gefährlichen Schurken und fatalen weiblichen Schönheiten zu tun bekommt.
Der philosophische Teil des ersten Films kam ja eigentlich als eine Überraschung um die Ecke. Und der zweite macht auch wieder so einen Bogen, obwohl man als Zuschauer dieses Mal natürlich auf philosophische Statements wartet.

P.S.: Obwohl, in der Schwarzen Serie gab es doch auch immer so einen moralischen Moment am Ende, wo der Detektiv dann seine weiche Seite zeigen darf und wie sehr ihn die harte Welt doch innerlich zermürbt.




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25.10.2017 09:34 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
ruthie ruthie ist weiblich
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Wie erwartet, nicht so einfach das mit dem Hologramm:

https://www.vrroom.buzz/vr-news/entertai...-scene-was-made
29.10.2017 18:03 ruthie ist offline Beiträge von ruthie suchen
bondi bondi ist männlich
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Zitat:
Original von chris
Familie ist etwas, das im Blade Runner Universum so gut wie gar nicht vorkommt. Keine Figur weder im ersten Teil noch im zweiten Teil hat eine Familie (und wenn wird sie nicht gezeigt oder drüber gesprochen). Im zweiten Teil werden zwar Kinder gezeigt, aber die leben fernab von den Erwachsenen auf einer Müllkippe.
Die einzige Familie bzw Reunion die wir zu sehen bekommen ist die zwischen Deckard und seiner Tochter ...
Warum und ob Familien in dieser Zukunft keine Rolle spielen, weiß man nicht. Es wird halt nicht gezeigt. Familie ist Rückzugsort, Liebe, Rückhalt und Verantwortung. Vielleicht trägt das Fehlen dieser Aspekte zu der unglaublich düsteren Welt von Blade Runner bei.

Familie hat ja auch zentral etwas mit der Definition des Menschen zu tun. Und eben mit Fortpflanzung und Geburt, die ja im Film zentrales Thema ist. Auch dieses Unterscheidungsmerkmal zum Androiden gerät im neuen BladeRunner ins Straucheln. Andere Merkmale wurden bereits überholt ... ("Ich denke, also bin ich" - und andere alte Hüte).


Zitat:
Original von chris
Familie ist Rückzugsort, Liebe, Rückhalt und Verantwortung.

Und auch Identität.

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02.11.2017 08:35 bondi ist online Beiträge von bondi suchen
chris chris ist männlich
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Themenstarter Thema begonnen von chris
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Und damit schließt sich der Kreis, da die Frage nach Identität in Blade Runner durchaus durchschimmert.

Ich glaub ich muss mich bald etwas sputen, wenn ich den Film noch ein zweites Mal im Kino sehen will. "Früher" hatten die Filme ne längere Spielzeit im Kino ... großes Grinsen großes Grinsen
04.11.2017 12:52 chris ist online Beiträge von chris suchen
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