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Zum Ende der Seite springen Melancholia
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mirv mirv ist weiblich
Moderator


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Dabei seit: 23.12.2007
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Melancholia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

War gestern im Film und der hat mich echt ziemlich getroffen.
Quasi wie ein einstürzender Planet.

Zunächst natürlich die Musik, die toll eingesetzt wird, für mich quasi filmhistorisch.
Dann sicher die Schauspieler, die Story und die Bilder.
Alles sehr gut getroffen, alles sehr unter die Haut gehend.
Ein Erlebnis, das nachwirkt, von dem her: meine Empfehlung, auf alle Fälle für jene, die von sich selber zuweilen sagen, dass sie melancholisch sind, aber auch für alle anderen.

Hat ihn noch wer gesehen?

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...
[...] nur umschattet von der Illusion der Liebe, schafft der Mensch, nämlich nur im unbedingten Glauben an das Vollkommene und Rechte. Jedem, den man zwingt, nicht mehr unbedingt zu lieben, hat man die Wurzeln seiner Kraft abgeschnitten: er muss verdorren, nämlich unehrlich werden.
Nietzsche
27.11.2011 14:02 mirv ist offline Beiträge von mirv suchen
lallilly lallilly ist weiblich
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Dabei seit: 22.12.2002
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Meine Schwester war vor ein paar Wochen in dem Film und hat so ziemlich genau dassselbe darüber erzählt, wie du.
Ich will den auch noch mal bald anschauen.

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Never give up on a miracle
27.11.2011 15:57 lallilly ist offline Beiträge von lallilly suchen
VancouverX9 VancouverX9 ist weiblich
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rein inhaltlich fand ich, dass der film auf eine interessante art und weise mit dem thema untergeht.
die bilder waren gut.
die atmosphäre bizarr.

aber ich bin vor langeweile fast gestorben. ich fand die langsamkeit des films nahezu unerträglich, die schwere ebenfalls wie ein über mir hängender planet, der mich gleich erdrückt. und damit fand ich diesen film wie die meisten lars von trier filme (don't get me started on Antichrist) nahezu unerträglich. und ich mag es nicht, wenn regisseure so arrogant werden, dass sie meinen, sie hätten das recht einen zuschauer mit ihren merkwürdigen einstellungen zu der sexualität von frauen zu langweilen.

der ansatz war toll, viele einzelne aspekte auch, aber das gesamtwerk hat leider aus dem thema an sich nicht alles herausgeholt.

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27.11.2011 19:40 VancouverX9 ist offline Beiträge von VancouverX9 suchen
mirv mirv ist weiblich
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Dabei seit: 23.12.2007
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Themenstarter Thema begonnen von mirv
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Ich hab noch nie einen Lars von Trier Film gesehen, deswegen kann ich da keine Tendenzen ausmachen, aber was meinst du mit der merkwürdigen Einstellung zur Sexualität von Frauen?

Ich kann mir gut vorstellen, dass ich meinerseits einen guten Tag erwischt habe. Zuweilen zerfliesst alles und entzieht sich dem eigenen Zugriff, zuweilen wird alles (vermeintlich) lesbar und verständlich.

Was ich ganz angehem fand, ist, dass das "Thema" für einmal nicht analysiert und in seine nüchternen Bestandteile zerlegt wird, die dem Einzelschicksal jeglichen Bedeutungsgehalt der eigenen Geschichte absprechen und es zum grauen Durchschnitt einer pathologischen Entwicklung erklären (was es unzweifelhaft anzuerkennen und ernstzunehmen gilt), dennoch nur die eine Seite "behandelt".
Die Weltuntergangsphantasie ist hier nicht Symptom, sondern Szenario; die - faktisch sicher zutreffende - Durchschnittlichkeit des eigenen Leidens wird überhöht in der Darstellung einer kollektiven Bedrohung.
Dass die Färbung der Realität u.a. gekoppelt ist an die eigene Befindlichkeit, und dass dieser subjektive Eindruck vielleicht alles ist was wir haben, abgesehen von Geschichten, die uns beruhigen, finde ich recht treffend thematisiert.
Das ist - pleonastisch - vielleicht ein persönliches Ding: das subjektive Erleben, das man leicht verlernt, ist immer unmittelbarer als das objektive. Aber auch brüchiger.
Vom Nüchternen ins Poetische gesteigert - aber was anderes bleibt uns denn als Poesie... das ist für mich die Fragestellung am Ende des Films: wir müssen uns Geschichten (über Zauberhöhlen) erzählen, damit wir über uns ergehen lassen können, was uns zustösst...

Soviel Ausführungen zu meinem "Eindruck" Augenzwinkern

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[...] nur umschattet von der Illusion der Liebe, schafft der Mensch, nämlich nur im unbedingten Glauben an das Vollkommene und Rechte. Jedem, den man zwingt, nicht mehr unbedingt zu lieben, hat man die Wurzeln seiner Kraft abgeschnitten: er muss verdorren, nämlich unehrlich werden.
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29.11.2011 18:36 mirv ist offline Beiträge von mirv suchen
VancouverX9 VancouverX9 ist weiblich
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Zitat:
Original von mirv
Die Weltuntergangsphantasie ist hier nicht Symptom, sondern Szenario; die - faktisch sicher zutreffende - Durchschnittlichkeit des eigenen Leidens wird überhöht in der Darstellung einer kollektiven Bedrohung.
Dass die Färbung der Realität u.a. gekoppelt ist an die eigene Befindlichkeit, und dass dieser subjektive Eindruck vielleicht alles ist was wir haben, abgesehen von Geschichten, die uns beruhigen, finde ich recht treffend thematisiert.
Das ist - pleonastisch - vielleicht ein persönliches Ding: das subjektive Erleben, das man leicht verlernt, ist immer unmittelbarer als das objektive. Aber auch brüchiger.


Ja, das ist auch das Einzige, das ich dem Film abgewinnen konnte: das Spiel mit der akuten Bedrohlichkeit eines Weltuntergangs und dem eigenen kleinen täglichen Weltuntergang der Seele bei einer Depression.
Dass vor dem Bild des Weltuntergangs die Erlebniswelt der Depression mit dem Äußeren in Einklang gebracht wird und Kirsten Dunts Figur dadurch durch den schwindenden Kontrast zwischen ihrem Inneren und den äußeren Umständen ihren Leidensdruck verliert fand ich eine schöne Beobachtung. Die anderen sind es nun, die lernen, was eine Depression mit einem macht. Sie verzweifeln während Kirsten Dunsts Figur die nahezu befreit zu sein scheint, dass ihre Depression nun kein krankhafter Zustand mehr ist, sondern eine angemessene Reaktion auf die Umstände.
So gesehen war es schon ein guter Ansatz, die unerträgliche Schwere eines über einem hängenden Planeten könnte das Gefühl an einer Depression zu ersticken wohl kaum besser ausdrücken. Aber für mich war es einfach einen Hauch zu dick aufgetragen.
Und der Film war dramaturgisch auch nicht sonderlich fesselnd.

Mh...und wenn Du Antichrist anschaust, dann kannst Du vielleicht sehen, was ich mit Lars merkwürdiger Einstellung zur Sexualität von Frauen meine, wobei das sicher auch meine subjektive Meinung ist und vielleicht auch auf diesen aktuellen Film weniger zutrifft als auf den oben genannten.
Ich habe immer den Eindruck, er hält Frauen für masochistische Wesen, die sich für ihre Sexualität permanent selbst bestrafen, die nur Lust empfinden können wenn sie sich am Boden ihrer emotionalen Tiefe befinden und die sich zugleich dafür bestrafen. Ich finde seine Darstellungen der Sexszenen einfach immer irgendwie merkwürdig, kann ich schlecht beschreiben, aber es bleibt immer ein fahler Beigeschmack von Irritation darüber, wieso seine Frauen nicht auch einfach mal Spaß am Sex haben können.

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29.11.2011 20:22 VancouverX9 ist offline Beiträge von VancouverX9 suchen
mirv mirv ist weiblich
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Themenstarter Thema begonnen von mirv
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Was ich noch sagen wollte *g*
Für mich sehr schön und treffend thematisiert im Film
wie geht man um mit der Schlechtigkeit in der Welt und der Tatsache, dass sie einem nie gerecht wird?
Kirsten Dunst sagt da sinngemäss: "Es ist nicht schade um die Welt, sie ist so schlecht, dass sie es nicht verdient, dass man ihr eine Träne nachweint..."
Und dann zerbirst sie zu Staub.
Im ewigen Nirgendwo.

Im Lichte des Untergangs wird das Urteil milder...

... was sind denn schon die paar schattenverwirrten Jahre unseres Daseins (unserer Spezies)?!

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30.11.2011 19:40 mirv ist offline Beiträge von mirv suchen
Matches Malone Matches Malone ist männlich
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Zitat:
Original von VancouverX9
Zitat:
Original von mirv
Die Weltuntergangsphantasie ist hier nicht Symptom, sondern Szenario; die - faktisch sicher zutreffende - Durchschnittlichkeit des eigenen Leidens wird überhöht in der Darstellung einer kollektiven Bedrohung.
Dass die Färbung der Realität u.a. gekoppelt ist an die eigene Befindlichkeit, und dass dieser subjektive Eindruck vielleicht alles ist was wir haben, abgesehen von Geschichten, die uns beruhigen, finde ich recht treffend thematisiert.
Das ist - pleonastisch - vielleicht ein persönliches Ding: das subjektive Erleben, das man leicht verlernt, ist immer unmittelbarer als das objektive. Aber auch brüchiger.


Ja, das ist auch das Einzige, das ich dem Film abgewinnen konnte: das Spiel mit der akuten Bedrohlichkeit eines Weltuntergangs und dem eigenen kleinen täglichen Weltuntergang der Seele bei einer Depression.
Dass vor dem Bild des Weltuntergangs die Erlebniswelt der Depression mit dem Äußeren in Einklang gebracht wird und Kirsten Dunts Figur dadurch durch den schwindenden Kontrast zwischen ihrem Inneren und den äußeren Umständen ihren Leidensdruck verliert fand ich eine schöne Beobachtung. Die anderen sind es nun, die lernen, was eine Depression mit einem macht. Sie verzweifeln während Kirsten Dunsts Figur die nahezu befreit zu sein scheint, dass ihre Depression nun kein krankhafter Zustand mehr ist, sondern eine angemessene Reaktion auf die Umstände.
So gesehen war es schon ein guter Ansatz, die unerträgliche Schwere eines über einem hängenden Planeten könnte das Gefühl an einer Depression zu ersticken wohl kaum besser ausdrücken. Aber für mich war es einfach einen Hauch zu dick aufgetragen.
Und der Film war dramaturgisch auch nicht sonderlich fesselnd.

Mh...und wenn Du Antichrist anschaust, dann kannst Du vielleicht sehen, was ich mit Lars merkwürdiger Einstellung zur Sexualität von Frauen meine, wobei das sicher auch meine subjektive Meinung ist und vielleicht auch auf diesen aktuellen Film weniger zutrifft als auf den oben genannten.
Ich habe immer den Eindruck, er hält Frauen für masochistische Wesen, die sich für ihre Sexualität permanent selbst bestrafen, die nur Lust empfinden können wenn sie sich am Boden ihrer emotionalen Tiefe befinden und die sich zugleich dafür bestrafen. Ich finde seine Darstellungen der Sexszenen einfach immer irgendwie merkwürdig, kann ich schlecht beschreiben, aber es bleibt immer ein fahler Beigeschmack von Irritation darüber, wieso seine Frauen nicht auch einfach mal Spaß am Sex haben können.


Mh...also "Melancholia" habe ich nicht gesehen, aber was Lars von Triers "seltsame" Einstellung zur weiblichen Sexualität angeht, kann ich nur sagen, dass mich "Antichrist" ziemlich ins grübeln gebracht hat, nachdem ich den gesehen hatte (das ist ca. ein Jahr her). Ein wirklich merkwürdiger und recht eigener Film ist das.

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"I could be bounded in a nutshell and count myself a king of infinite space, were it not that I have bad dreams."
30.06.2012 18:13 Matches Malone ist offline Beiträge von Matches Malone suchen
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